Auch Newroz kann die Volkis nicht aufhalten

Schiedsrichter: Patrick HerbachLinienrichter: Gerhard Uschner, Pascal Schauer
Parkstadion wird zur Festung
Spielbericht vom 20. August 2025
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Das Pokalspiele bekanntermaßen immer wieder ihre ganz eigenen Geschichten schreiben ist bekannt. Aber das die Jungs von Kühn und Oppermann so ein Feuer entfachen, damit haben wohl nicht allzu viele gerechnet. Anfangs der Saison wurden die üblichen Stimmen immer mal wieder laut: Wer soll Spieler wie Harms, Giffey oder auch Geißler ersetzen? "Das wird schwer dieses Jahr!" Oder auch "Da wird man wieder ganz unten mitspielen im Abstiegskampf" wurden vorhergesagt, ohne überhaupt ein einziges Pflichtspiel absolviert zu haben.
Und jetzt? Steht man plötzlich in der dritten Runde des Pokals. Und das völlig zu Recht! Das war kein Dusel oder mit ach und krach gewonnen, sondern eine saubere Leistung aller Spieler.
Den Anfang machte Newroz mit deutlich mehr Spielanteilen. Die Volkis nutzen aber immer wieder gelegentliche gute Situationen, um den Gästetorwart auf Herz und Nieren zu prüfen. Die erste Halbzeit war ein Abtasten auf Augenhöhe.
So richtig spannend wurde es dann in der zweiten Hälfte. Neun Minuten nach Wiederanpfiff führen die Volkis nach schöner Vorarbeit von Sztyndera, der Ivan Hasso in Szene setzt und nur noch einnetzen muss (1:0).
Das Tor war enorm wichtig, um weiterhin mutig zu spielen und das machte sich keine sechs Minuten später bezahlt: 2:0! Diesmal war es Finn Bremer, der von Marven Straub geschickt wird. Zeit zum freuen blieb den Ambergauern nicht. Newroz macht weiterhin enorm Druck und hält das Tempo hoch. Dann war es wieder Bremer, der in der 59. Spielminute fast das 3:0 auf dem Schlappen hat. Aber eben nur fast - der Ball ging knapp am Tor vorbei. Umso ärgerlicher, dass Newroz nach einem Freistoß aus dem Gewühl heraus zum 2:1 verkürzen kann (62.).
Der SV lässt aber nicht die Köpfe hängen und bringt mit dem eingewechselten Mika Meyer frischen Wind ins Spiel. Und Mika wollte es gleich so richtig wissen: Wieder mal von Sztyndera stark in Szene gesetzt scheitert er nur ganz knapp am Gästetorwart Brandt. Nach Ablauf der regulären Spielzeit wurde es dann völlig verrückt. Lucas Sztyndera will es noch ein Mal wissen, umkurvt den Torhüter und baut die Führung weiter aus (3:1). Das muss es doch jetzt eigentlich gewesen sein. Aber dem war nicht so. Noch lange nicht!
Darius Guder wird unschön von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter sieht die Aktion nicht, sodass der Torschütze frei vor Grube steht und auf 2:3 verkürzt. Zudem entschied der Unparteiische auf sage und schreibe sieben Minuten Nachspielzeit. In der 100.! Minute dann auch noch Tor für Newroz, welches zu Recht wegen Abseits nicht gewertet wurde. Der Schlusspfiff direkt im Anschluss war Erleichterung pur.
Ganz Ambergau ist stolz auf seine jungen Wilden, die eine tolle Moral und einen starken Kampfgeist gezeigt haben. So darf es gerne weiter gehen. Die Gelegenheit haben die Jungs am kommenden Sonntag in Giesen.