Niederlage im Spitzenspiel

Artikel vom 15. März 2026
Der Artikel wird präsentiert von:
Landesliga-Spitzenspiel unter schwierigen Vorzeichen: Bockenem unterliegt in Weyhe
Es war das Duell, auf das die Landesliga blickte – doch für uns hätte die Ausgangslage kaum schwieriger sein können.
Stark ersatzgeschwächt und nach einem abgelehnten Verlegungsgesuch trat das Team die Reise zum SV Weyhe an. Trotz einer deutlichen 5:1-Niederlage kehrte die Mannschaft mit erhobenem Haupt aus Bremen zurück.
Blitzstart trotz Personalnot
Die Vorzeichen standen auf Sturm: Ohne eine echte Torhüterin und mit mehreren angeschlagenen Leistungsträgerinnen wie Sarah Enko und Rika Münnig musste Interimscoach Sarah Winkelmann improvisieren. Tabea Krenauer bewies echten Teamgeist und streifte sich das Torwarttrikot über.
Wir starteten „wie die Feuerwehr“. Unbeeindruckt von den Umständen war es Paula Breinig, die uns früh mit 1:0 in Führung brachte. Die Sensation lag in der Luft, doch Weyhe bewies spielerische Klasse und nutzte ihre bekannte Umschaltstärke eiskalt aus. Zwei Kontersituationen später war die Partie zum 2:1 gedreht.
Hitziges Duell und fehlendes Spielglück
Die Partie entwickelte sich vor beiden Fan-Lagern zu einem offenen Schlagabtausch. Kurz vor der Pause konnte Weyhe per „Sonntagsschuss“ als Freistoß zum 3:1 stellen – ein psychologisch denkbar ungünstiger Zeitpunkt.
Zur Halbzeit musste die angeschlagene Rika Münnig passen, für sie kam Leni Bothe ins Spiel. In der zweiten Hälfte nahm die Intensität zu, während der Unparteiische zunehmend die Linie verlor. Während wir uns mit allem was wir hatten gegen weitere Gegentore stemmten, fehlte das nötige Glück im Abschluss:
Zwei Pfostentreffer und eine Großchance vor dem leeren Tor blieb ungenutzt.
Weyhe hingegen erhöhte durch ein Tor aus klarer Abseitsposition sowie einen Strafstoß auf 5:1.
Den negativen Höhepunkt aus Ambergauer Sicht bildete eine Szene kurz vor Schluss. Kapitänin Annabelle Winkelmann klärte einen Konter mit einer Grätsche. Zum Entsetzen aller Anhänger zückte der Schiedsrichter die Rote Karte. Da die Gegenspielerin nicht einmal zu Fall kam– was bei einem Kontakt in diesem Tempo unvermeidlich gewesen wäre – blieb diese Entscheidung für alle Beteiligten unbegreiflich.
Fazit: Stolz auf den Auftritt trotz des Ergebnis
Auch wenn das 5:1 auf dem Papier deutlich wirkt und Weyhe am Ende natürlich der verdiente Sieger ist, spiegelt es kaum den Spielverlauf und die Moral der Ambergauerinnen wider.
„Wir sind stolz auf diese kämpferische Leistung. Unsere angeschlagenen Spielerinnen haben alles gegeben und Tabea Krenauer hat im Tor alles gegeben. Als Feldspielerin im Kasten bist du einfach in vielen Situationen machtlos.“, so Sarah Winkelmann nach dem Spiel
Nun gilt es, die kommende Woche zur Regeneration zu nutzen. Wenn die Mannschaft diese Leidenschaft beibehält, ist im nächsten Spiel gegen Limmer wieder alles drin.
